Ver-rücktheiten, Psychopharmaka & Selbsthilfe

 Willkommen zur Sichtweise der Selbsthilfe

Ver-rücktheiten werden psychiatrisch Schizophrenien, Psychosen, Manien oder ähnlich genannt. Der Begriff Verrücktheiten aber ist besser zu verstehen. Um-zu-lernen, mit verrückt-sein umzugehen, braucht es die psychiatrische Diagnosen nicht. Diese helfen dabei wenig weiter.  

Grundsätzlich ist man Ver-rücktheiten nicht hilflos ausgeliefert: Man kann selbst einiges tun oder unterlassen. Denn Verrücktheiten ereignen sich in der Regel weder plötzlich, von einem auf den anderen Moment, noch ereignen sie sich völlig grundlos.

Infolge von schwerwiegenden oder alltäglichen Ereignissen können Sorgen und Nöte, die über einen längeren Zeitraum andauern, erst krisenhafte Anzeichen und später ein verändertes Erleben auslösen. In der Selbsthilfe haben viele gelernt, in diesen Phasen eigenverantwortlich gegenzusteuern, um nicht wieder durch eine weit entwickelte "Psychosen, Manien und ähnliches"in eine psychiatrisch stationäre (Zwangs-)Behandlung zu geraten.

Die psychiatrische Behandlung beschränkt sich lediglich auf das medikamentöse weg dämpfen einer Wahrnehmung oder eines ver-rückten Benehmens, ein effektiver Schutz vor neuerlichen Krisen wird aber nicht vermittelt.

Vielmehr besteht die Gefahr, dass die Entlassenen die Psychopharmaka als einziges und ausreichendes Mittel gegen "Psychosen, Manien und ähnliches" verstehen und nicht einmal auf den Gedanken kommen, selbst etwas ändern und eigenverantwortlich steuern zu können.

 

Für Fragen zu Ver-rücktheiten oder dem Umgang mit Psycho-pharmaka bieten wir Seminare und eine wöchentliche Telefonberatung an.  

 

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